Molitor 4K Light – Technische Spezifikationen
Unterstützte Dateiformate
- Video: MP4, MOV, AVI usw. (bis UltraHD mit optionaler Lizenz)
- Bilder: JPG, PNG, BMP
- Audio: MP3, WAV, AAC
Speicheroptionen
- MicroSD-Karte: FAT32, exFAT, NTFS unterstützt
- USB-Speicher: FAT32, exFAT, NTFS unterstützt
Ausgänge & Anschlüsse
- Video-Ausgang: HDMI 2.0 (automatische Auflösungserkennung & manuelle Einstellungen, bis 4K), AV-Ausgang (3,5 mm, analoges Video + Stereo-Audio)
- Audio-Ausgang: HDMI, SPDIF (optisch, digital), 3,5-mm-Klinke (analoger Stereo-Ausgang)
- Netzwerk: Gigabit-Ethernet (LAN, DHCP/statische IP), WLAN (WPA2/WEP/Offen)
- Weitere Anschlüsse: USB 3.0, USB 2.0, microSD-Steckplatz
- DMX/ArtNet: Lichtsteuerung über DMX/ArtNet-Schnittstelle unterstützt
Steuerungsmethoden
- Fernbedienung: enthalten; verschiedene Tastenlayouts unterstützt
- USB-Peripheriegeräte: Maus, Tastatur, Touchscreen, Presenter, RFID-Leser, IO-Board für individuelle Steuerung
- Webinterface: Verwaltung über Browser und Geräte-IP-Adresse
Stromversorgung
- Netzteil: 5V DC (enthalten)
Funktionen
- Automatische Wiedergabe: Spielt Medien in alphanumerischer Reihenfolge oder nach Playlist
- Synchronisierung: Mehrere Geräte können für framegenaue Wiedergabe im Videowand-Betrieb gruppiert werden
- Playlist-Funktionen: Individuelle Sequenzen, zeitgesteuerte Wiedergabe, Loops und Automatisierungen
Zusätzliche Funktionen
- FTP-Server: Zugriff auf Speicher via FTP (Standardport 2221; Benutzer/Passwort konfigurierbar)
- Timecode-Automatisierung: Aktionen (UDP, Relais, DMX usw.) zu definierten Clipzeiten über .sze-Dateien auslösen
- Content-Updates: manuell und zeitgesteuert über FTP
- Firmware-Updates: können über microSD oder USB geladen werden
Physische Übersicht
- Vorne: Status-LEDs, Uhr, Symbole für Netzwerk/USB/Status
- Hinten: Antenne, AV-Out, LAN-Port, HDMI, SPDIF, Stromanschluss
- Seite: USB-Ports (2.0/3.0), microSD-Slot
Abmessungen & Betrieb
- 109 mm x 109 mm x 18 mm
- Typische Nutzung: 24/7 Betrieb mit robuster Dateiverwaltung und Automatisierung für professionelle AV-Umgebungen
USB IO-Board
Da keine integrierten GPIOs verfügbar sind, kann das USB I/O Board die Funktionen des Mediaplayer 4K Light erweitern.Es lässt sich einfach per USB (Typ A auf Typ B) anschließen und unterstützt automatisch 10 Eingänge und 10 Ausgänge. Es eignet sich zum Anschluss von Tastern, LED-Ring-Tastern, Relais oder anderen potentialfreien Kontakten. Da der Mediaplayer 4K Light keine integrierten I/O-Ports hat, dient dieses Board als zusätzliche Erweiterung.
Die Eingänge sind mit „IN1“ bis „IN10“ beschriftet. Die Auslösung erfolgt durch einen externen Kurzschluss zwischen IN-Pin und GND-Pin außerhalb des Boards. Nach Anschluss müssen die Eingänge wie gewohnt im Playlist-Skript konfiguriert werden. Standardmäßig lösen ITEM 1–9 die Kontakte 1–9 aus: Kontakt 1 → ITEM 1, Kontakt 2 → ITEM 2.
Das Board stellt auch einen Stromausgang für LEDs oder Relais bereit. Empfohlene Leistung beträgt bis zu 2–3 W pro Kanal als kurzer Impuls. Falls nötig, mehrere Boards hintereinander verwenden.
Das Gerät kann während des Betriebs gelegentlich warm werden. Je höher die Last, desto mehr Wärme entsteht.
Beispiel mit einem Molitor VIA/USO-Handset:
Programmierung
Die Datei PLAYLIST.txt für den CF Player®Light ist eine anpassbare Textdatei, die Reihenfolge, Timing und interaktives Verhalten der Medienwiedergabe steuert. Sie bietet deutlich mehr Kontrolle als die bloße alphabetische Wiedergabe.
Struktur und Grundfunktion
- Jede Mediendatei beginnt mit einem Header wie [ITEM 0], [ITEM 1], usw.
- Unter jedem Header wird der Dateiname angegeben:
Datei=Dateiname.ext(z.B. Datei=Video1.mp4) - Indizes beginnen bei 0; die Reihenfolge der PLAYLIST bestimmt die Wiedergabereihenfolge.
Wichtige Parameter:
- Displaytime=Sekunden: Anzeigedauer Bilder/HTML (Standard: 5 Sek.; -1 = Endlosschleife bis Unterbrechung)
- Loop=#: Wiederholungen (-1 = Endlos)
- Succ=#: nächster Punkt nach Wiedergabe (ermöglicht nichtlineare Sequenzen)
- ZufallSucc=1,2,3: zufällig nächster Eintrag aus der Liste
- Volume=0-10: Lautstärke
- Orientation=landscape/portrait: Ausrichtung
Steuerungs- & Automatisierungsfunktionen
Timecode-Aktionen
- Befehle können einem Zeitpunkt im Video zugewiesen werden:
@ 00:00:05.000 > DMX_Set 1:255
(z.B. setzt DMX-Kanal 1 auf Wert 255 bei Sekunde 5) - UDP-/Netzwerk-/Relais-/DMX-Befehle auslösbar per Timecode oder beim Start des Items.
Touch & Interaktion
- Interaktive Bereiche per X/Y/W/H definieren:
X=100, Y=92, W=566, H=878, M=1, PLAY 1
(Bei Berührung springt der Player zu ITEM 1)
HTML5 und Webinhalte
- HTML=Dateiname.html: Webinhalt als Playlist-Item
- Weitere Optionen:
- Whitelist/Blacklist erlaubter Domains
- HTMLTimeout, Inactive für Sitzungssteuerung
Erweiterte Nutzung
Kalender- & Zeitsteuerung: Einträge können auf bestimmte Zeit, Datum oder Wochentag begrenzt werden.
Synchronisierung mehrerer Molitor 4K Light Geräte
1. Netzwerkanforderungen
- Gleiches Netzwerk: Alle synchronisierten Geräte im selben LAN/WLAN.
- UDP-Port: Alle Geräte nutzen denselben UDP-Port (Standard: 4950).
2. Gerätetypen & Gruppen
- Master-/Slave-Modus:
- Master: Ein Gerät sendet Synchronisationssignale.
- Slaves: Andere Geräte folgen den Master-Befehlen.
- Gruppen: Bis zu 10 unabhängige Gruppen möglich.
3. Playlist-Synchronisierung
- Itemnummern: Alle Geräte benötigen gleiche Anzahl & Indizes in den Playlists, auch wenn die Dateinamen unterschiedlich sind.
- Medienkonsistenz: Videos sollten identisch in Länge, Framerate und Start-/Endpunkt sein.
4. Konfigurationsschritte
- Alle Geräte an das gleiche Netzwerk (LAN empfohlen) anschließen.
- UDP-Port auf allen Geräten gleich einstellen.
- Synchronisierung konfigurieren:
- Ein Gerät als Master festlegen, andere als Slaves.
- Sämtliche Geräte einer Synchronisierungsgruppe zuweisen.
- Synchronisations-Genauigkeit wählen (minimal bis hoch).
- Playlists auf allen Geräten hochladen und abstimmen.
5. Synchronisationsgenauigkeit
- Minimal: Synchronisierung nur beim Start.
- Hoch: Millisekundengenaue Synchronisation, evtl. hörbare Resyncs bei Audio auf mehreren Geräten.
- Empfehlung: Minimal/Mittel für Videowände, Hoch nur falls zwingend.
6. Betrieb
- Playlist auf Master starten; Slaves folgen automatisch framegenau.
- Später hinzugefügte Geräte synchronisieren auf aktuellen Stand.
Beispiel-Szenario
| Player | [ITEM 0] | [ITEM 1] |
|---|---|---|
| Master (links) | Film1_links.mp4 | Film2_links.mp4 |
| Slave (mitte) | Film1_mitte.mp4 | Film2_mitte.mp4 |
| Slave (rechts) | Film1_rechts.mp4 | Film2_rechts.mp4 |
Wichtige Hinweise
- Konfiguration (Master/Slave, Gruppe, UDP-Port) auch im Setup oder Webinterface möglich.
- Playlists müssen in Reihenfolge und Anzahl identisch sein.
- Synchronisierung funktioniert netzwerkabhängig mit beliebig vielen Geräten.
Molitor 4K Light – Kompatibilität mit Nexmosphere XY Serie
Der Molitor 4K Light Player ist kompatibel mit einer Vielzahl von Nexmosphere-Sensoren (XY‑240, XY‑241, XY‑320) sowie Nano-Controllern (XN‑115, XN‑135). Dies ermöglicht hochinteraktive, sensorbasierte Digital-Signage- und Touchscreen-Setups.
Erste Schritte bei der Konfiguration
- USB-Eingang auf Nexmosphere stellen
- Das Setup-Menü des Players öffnen, bevor Nexmosphere-Controller angeschlossen wird.
- Ins Menü für USB-Konfiguration/“USB-Typ“ gehen.
- USB-Eingabe von Standard (z.B. IO-Board, Tastatur oder aus) auf „Nexmosphere“ setzen.
- Einstellungen speichern.
Dadurch wird sichergestellt, dass der Player Nexmosphere-Module korrekt erkennt und kommuniziert.
- Nexmosphere-Hardware verbinden
- Sensor oder Nano-Controller (z.B. XY-240 Sensor mit XN-115 Controller) am USB-Port des Molitor 4K Light anschließen.
- Integration in die Playlist
Wiedergabe und Automation kann via Nexmosphere-Sensorevents durch Playlist-Kommandos gesteuert werden. Sensorevents lassen sich direkt in PLAYLIST.txt referenzieren.
Beispiel playlist.txt:
[ITEM 0] Datei=1.mp4 Nexmosphere X001B[Dz=AB] PLAY 1 Loop=-1 [ITEM 1] Datei=2.mp4 Nexmosphere X001B[Dz=XX] PLAY 0 Loop=-1Erläuterung: Der Player reagiert auf Nexmosphere-Signale (z.B. X001B mit Datenzone AB oder XX) und schaltet die Wiedergabe entsprechend – das ermöglicht sensorbasierte Steuerung.
Anwendungsbeispiele
- Inhaltsumschaltung durch Geste, RFID oder Annäherung
- Präsenz-Erkennung zur gezielten Content-Aktivierung
- Videoloops/Übergänge ausgelöst durch reale Ereignisse
Weitere Interaktivität
Die Integration modularer Nexmosphere-Sensoren (XY-Serie) mit Nano-Controllern (XN-Serie) und Molitor-Mediaplayer erlaubt umfangreiche, professionelle Interaktionen. Sensorsignale können z.B. zur Lautstärkeregelung (inkl. sanfter Fade-ins/outs), Transparenz oder verschiedensten Eingaben genutzt werden – ideal für Museen, Retail & immersive Installationen.
Beispiel für die Kompatibilität:
Hinweise
- Player- & Nexmosphere-Firmware aktualisieren.
- Für vollständige Integration siehe Handbuch (USB-Typ, externe Module, Playlist-Automation).
- Erweiterte Steuerung und Automatisierung via Webinterface möglich.